WiSeL

„Die Senioren in Witten sind bissig, flink und wollen etwas bewegen”, erklärt Barbara Helberg-Gödde im Podcast von Antenne Witten. Die AWO-Projektleiterin besucht gemeinsam mit den Mitgliedern des Netzwerks „Wittener Senioren Leben” (WiSeL) Annemarie Stärk und Claus Lippe das RuhrstadtStudio Witten und stellt nicht nur die Initiative vor, sondern lädt zu einer Butterfahrt auf der Ruhr ein.

Mit dem Modelprojekt „WiSeL” sollen neue Wege in der Arbeit mit älteren Menschen auszuprobieren werden, erklärt Helberg-Gödde. Neben Witten werden neue Netzwerke auch in 10 weiteren Städten ausprobiert. Angesprochen werden Rentner, die mehr erwarten als nur Treffen bei Kaffee und Kuchen in traditionellen Begegnungsstätten. Menschen ab 55. Lebensjahr, die in die Altersteilzeit treten oder bereits pensioniert sind, können in den Projekten ihre Lebenserfahrung einbringen und mit anderen teilen. So kann eine ehemalige Physiotherapeutin eine Bewegungsgruppe gründen oder jemand der Leben lang gerne fotografiert hat, kann eine Fotogruppe aufmachen, erklärt die Projektleiterin. Es gibt Menschen die sich sozialengagieren oder gemeinsam mit anderen Menschen Sport treiben wollen. Das Thema Altersarmut gehört genauso dazu, wie Kultur. Das Netzwerk will Menschen einen Raum geben, die sich für lokale Belange einsetzen, wie z. B. mehr Sitzbänke für ältere Menschen in Witten.

Das Grundprinzip des WiSeL-Netzwerks ist, dass jeder mitmachen kann und herzlich willkommen ist. Es gibt kein Angebot von der AWO, ergänzt Helberg-Gödde. Die Teilnehmer bestimmen die Inhalte und setzen diese um. Wichtig ist, dass alle mitmachen können und die Aktivitäten dürfen nicht viel kosten, damit niemand ausgeschlossen wird. Es gibt ein unglaubliches Potential an Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Generation die jetzt dabei ist sich auf den Ruhrstand vorzubereiten. Der Ansatz der AWO ist das Potential zu heben und die Menschen dabei zu unterstützen, dass sie sich Rahmenbedienungen schaffen können um das zu machen, was sie schon immer mit anderen machen wollten.

Gefördert wird das Projekt bis Dezember 2013 von der Stiftung Wohlfahrtspflege, dann muss es alleine auf den Beinen stehen. Die bis jetzt 70 Teilnehmer müssen dann alles selbst organisieren. Die AWO zieht sich aus dem Projekt zurück und begleitet es nicht mehr.

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